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Erinnerungen

Alena

Lieber Tristan,

in letzter Zeit habe ich in älteren Erinnerungen und Fotos gekramt. 

Es war mir vorher wirklich nicht bewusst, aber es waren dann doch einige wichtige Momente und Situationen, die ich mit dir teilen durfte.

Das frühste, das mir einfällt ist der Frankreich Austausch in Villepreux. Wir waren zusammen in einer Klasse und ich weiß noch, dass wir den Unterricht sehr oft befremdlich fanden, oder nichts verstanden haben und uns heimlich darüber lustig gemacht haben. Ich bin mir sehr sicher, es fand nicht jeder so witzig wie wir, aber ich musste gerade auch Jahre später noch lachen. Da lässt sich sicher auch der Herr Heinz Sketch einordnen, aber davon will ich jetzt gar nicht so lange erzählen. 

Ein weiterer Meilenstein in Jugendzeiten ist sicher auch der Tanzkurs, da habe ich auch wieder ein paar tolle Fotos gefunden. Ja, eure Sockenwahl war echt cool und ich bin froh, dass ein solch stolzer Moment von dir eingefangen wurde. Zugegebenermaßen, du hast den Discofox wahrscheinlich nicht sehr oft gebrauchen können, aber du konntest es.

Ab jetzt habe ich zwar leider keine Bilder außer Gruppenfotos mehr, aber die Auswirkung, die beispielsweise unsere Firmung auf uns gemacht hat, ist ja auch nicht mit einer Kamera aufzufangen. Voller Ernsthaftigkeit stürzten wir uns in die Firmvorbereitung und mussten uns einigen geistlichen Aufgaben widmen. Eine davon war, auf eine Scherbe zu schreiben, was wir in unserem Leben am meisten bereuen. Lachend hast du mich gefragt, welche gescheiterte Liebesgeschichte ich da nun verewigt habe. Gar keine, auch wenn du es nicht glauben konntest.

Kurz darauf sind wir zusammen in den Grundkurs, Gemeinschaftskunde- und Kunstunterricht gekommen, irgendwie im Nachhinein gar nicht so wenig, aber langweilig wurde es nie, was sicher alle anderen aus dem Kurs bestätigen können. Aber nicht nur das, wir haben auch noch beide in GK unser mündliches Abi gehabt. Während nach meiner Präsentation meine Note diskutiert wurde, hast du mit mir zusammen gewartet und erst als ich wieder rein durfte, deine Präsentation vorbereiten gegangen. Sicher wolltest du auch wissen, wie der Prüfer so drauf ist, aber ich war sehr froh, nicht alleine im leeren Gang rumwarten zu müssen. 

Natürlich gibt es noch einige weitere kleine Momente, die mehr oder auch weniger interessant wären und waren, doch ich bin sehr dankbar, dann doch einiges Prägendes mit dir gemeinsam erleben zu dürfen. Doch ich will gar nicht lange rum schwafeln, mir tönt schon ein lautes ´´Alena, BIIITTE„ in deiner Herr Heinz Imitation in den Ohren.

Niemand weiß genau, was nach dem Leben auf uns zukommt, aber ich wünsche dir das Beste,  

Alena

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